HERRZLICH WILLKOMMEN

Wir sind eine kleine katholische Ordensgemeinschaft, die auf der Halbinsel südlich Hamburgs an diesem Ort der Stille und der Einkehr sich niedergelassen hat, zugehörig dem kontemplativen Teresianischen Reformorden.

Unsere neue Lebensform hier ist wie eine Antwort auf die Frage nach einem Weg der Karmel der Zukunft, wie wir die Herausforderungen der Zeichen der Zeit in Kirche und Welt und auf die religiösen und menschlichen Sehnsüchte der Menschen von heute reagieren sollen.

Unsere Gebetszeiten - Chorgebet und Inneres Beten sind offen für alle. Außerdem bieten wir den Suchenden die Möglichkeit für einen kurzen Aufenthalt in der Stille und Besinnung in dem Gästehaus und Gästewohnungen.

Sonntag, 4. August 2019

Aktuelles


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WORTE von Edith Stein- Sr Teresa Benedicta  vom Kreuz

„In der Zeit unmittelbar vor und noch eine ganze Weile nach meiner Konversion habe ich nämlich gemeint, ein religiöses Leben führen heiße alles Irdische aufgeben und nur im Gedanken an göttliche Dinge leben. Allmählich habe ich einsehen gelernt, dass in dieser Welt anderes von uns verlangt wird und dass selbst im beschaulichen Leben die Verbindung mit der Welt nicht durchschnitten werden darf; ich glaube sogar: je tiefer jemand in Gott hineingezogen wird, desto mehr muss er auch in diesem Sinn „aus sich herausgehen“, d.h. in die Welt hinein, um das göttliche Leben in sie hineinzutragen.“

„Wer sich den Händen des Herrn ganz übergibt, kann vertrauen, dass er sicher geleitet wird.“

MÖGE DIE HEILIGE EDITH STEIN- EINE GROSSARTIGE ZEUGIN DES GLAUBENS -  UNS AN DIE HÄNDE GELEITEN, DAMIT UNSER GLAUBE GEFESTIGT WIRD BIS WIR GOTT IN ALLEN UMSTÄNDE DES LEBENS ERFAHREN WERDEN:  DASS  GOTT GROSS UND TROTZ DEM ERFAHRBAR NAH IST. 
MÖGE SIE AUCH DEN FRIEDEN ÜBER EUROPA VOM HERRN HER BITTEN IN DEN VIELEN KRISEN ,OB POLIIK ODER PERSÖNLICHES.  AMEN !

GEISTLICHE GEDANKEN :

Warum?

Thomas Weiß
Ja, das frag dich mal ruhig:
Warum ich trotzdem an dich glaube?
Du gibst mir nicht viel Anlass dazu,
du verweigerst dich eher
und wirbst nicht gerade um mein Vertrauen.
Ich weiß nur manchmal einfach nicht,
was mir anderes übrig bleibt,
als mich nach dir zu sehnen.
Wo fände ich sonst meine Ruhe? 
Thomas Weiß, Hörst du mein Schweigen? 

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Heiliger Sabbat

Dorothee Sölle
Gedenke des Sabbats, dass du ihn heiligst (2. Mose 20,8), sagt die Bibel, und das ist eine fundamentale Kritik an dieser Erstarrung des Lebens, an der Routine, an der Vergleichgültig-ung. Falsch ist nicht nur unser Verhältnis zur Arbeit, weil es verdinglicht ist und wir Arbeit mit Lohnarbeit gleichsetzen, falsch ist auch unsere Freizeit, weil sie nicht zum Sabbat wird, nicht "gedenkt" und der Hoffnung nicht eine Gestalt gibt. "Gedenke des Sabbats" bedeutet eine Weigerung, das Geläufige zu tun. Der Sabbat ist eine große Geste der Selbstunterbrechung.

Ich denke an die Art, wie der Sabbat im jüdischen Stet' in Osteuropa gefeiert worden ist. Es war eine Welt von unvorstellbarer Armut, von Schmutz und Kälte, Hunger und Elend. Aber die Königin Sabbat kam und unterbrach das Übliche, das Normale. Ein weißes Tischtuch wurde in der kleinsten, schmutzigsten Hütte ausgebreitet, die Sabbatkerzen angezündet. Die Frauen legten den Schmuck, der nur in äußersten Notfällen verpfändet wurde, an. Der Arme tut, als sei er reich, der von Sorgen zu Boden Gedrückte richtet sich auf und sorgt sich nicht. Der und vor allem die hart Schuftende unterbricht den Alltag der Arbeit. Und ruht und gedenkt und erinnert sich, was ein Mensch ist: Sohn und Tochter des Höchsten, wie der Psalm sagt, wenig niedriger als Gott, mit Ehre und Schmuck gekrönt (Psalm 8, 6). Den Sabbat feiern bedeutet, feierlich sich selber zu unterbrechen, den zwanghaft gewordenen Kreislauf zu verlassen, ein Halt sagen der Selbstwiederholung gegenüber.
 Dorothee Sölle, Mut. Kämpfe und liebe das leben.

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