HERRZLICH WILLKOMMEN

Wir sind eine kleine katholische Ordensgemeinschaft, die auf der Halbinsel südlich Hamburgs an diesem Ort der Stille und der Einkehr sich niedergelassen hat, zugehörig dem kontemplativen Teresianischen Reformorden.

Unsere neue Lebensform hier ist wie eine Antwort auf die Frage nach einem Weg der Karmel der Zukunft, wie wir die Herausforderungen der Zeichen der Zeit in Kirche und Welt und auf die religiösen und menschlichen Sehnsüchte der Menschen von heute reagieren sollen.

Unsere Gebetszeiten - Chorgebet und Inneres Beten sind offen für alle. Außerdem bieten wir den Suchenden die Möglichkeit für einen kurzen Aufenthalt in der Stille und Besinnung in dem Gästehaus und Gästewohnungen.

Sonntag, 20. Oktober 2019

Aktuelles





 Bildergebnis für lần chuỗi mân côi
Oktober- Monat der Weltmission

das Beten kann Vieles verändern, wenn nicht gleich die Situation, so doch die Haltung des Betenden könnte sich dadurch verändern. Das erleben wir und erfuhren die viele Generationen vor uns die Macht des Gebetes. In einer pluralistischen Gesellschaft , in der der Mensch mit dem geschenkten Wissen und Können immer neue Technologie produziert,, ist ihm aber nicht immer alles möglich. Er steht oft vor der Ratlosigkeit und in manchen Augenblicken des Lebens fällt er auch auf die Knie.

In diesem Oktobermonat, der auch als Rosenkranzmonat in der katholischen Kirche genannt wird, wollen wir an den Wert und die Schönheit des Rosenkranzgebets erinnern. Die Jungfrau Maria bat während all ihrer sechs Erscheinungen in Fatima darum, jeden Tag den Rosenkranz zu beten: Betet täglich den Rosenkranz".
Sr. Lucia , eine von den 3 Kindern, die MARIA bei den Erscheinungen in Fatima sehen durfte, sagte: "In diesen letzten Zeiten, in denen wir leben, hat die allerseligste Jungfrau dem Rosenkranz eine neue Wirkkraft verliehen. Es gibt deshalb kein einziges, noch so schwerwiegendes Problem, [...] das nicht durch das Rosenkranzgebet gelöst werden könnte. Mit dem Rosenkranz werden wir uns retten, heiligen, unseren Herrn trösten und das Heil vieler Seelen erlangen."

Wir wollen beten und erhoffen mit Ihnen, dass durch das Rosenkranzgebet Friede und Freude wieder da sind, wo der Hass, Neid und Missgunst Spaltungen, bewirken, denn bei GOTT ist alles möglich, vor allem wollen wir um die Fülle des Heiligen Geistes für alle Teilnehmer bei der Amazona Synode.

„Ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben“ (Mt 25,35). Bitten wir heute um die Gnade des Mitleids, um die Fähigkeit, die Armut unserer Brüder und Schwestern mitzutragen.  Papst Franziskus 


  Bildergebnis für amazona synode




GEISTLICHE GEDANKEN :

beten heißt…


Beten, das ist warten, einfach da sein, offen sein, empfänglich sein – das sind Haltungen, die in unserer leistungsorientierten Welt keinen Stellenwert mehr haben.

Beten, das heißt arm sein vor Gott, heißt Zeit haben, Kraft, Herz und Gemüt auf ihn richten gegen die Nützlichkeitsorientierung „Zeit ist Geld“: was kommt für mich dabei heraus.“

Beten verlangt ruhige Aufmerksamkeit, Verweilen, nach Innen hören, nach Innen schauen – gegen die bloße Außenorientierung.

Beten, das heißt sich dem Geheimnis Gottes öffnen, sich diesem auszusetzen, sich glaubend darauf einlassen – gegen die heutige Herrschaft des Wissens und des Machens.

Beten, das heißt hoffen und vertrauen, dass ich Zukunft habe von Gott her – gegen den Hang nach Sicherheit und Garantie.

Beten, das heißt danken, danken, dass ich bin, danken, dass ich meine Existenz einem anderen verdanke – gegen die Lebenseinstellung eigener Mächtigkeit.

Beten, das heißt klagen und anklagen, zweifeln und hadern, trauern und weinen dürfen – gegen den Trend der Anpassung.

Beten fordert „klein“ zu sein, ein Kind zu sein.

Beten schließt den Lobpreis ein, und sich freuen.

Beten ist der Zugang zur Dimension Gottes, in der ich mich erst wirklich selber finden kann.


Theresia Hauser in: Beten im Alltag, Action 365.



Bildergebnis für maria als knotenlöserin




 

Vom Geheimnis des Gebets

Heinz Nußbaumer
Das größte Geheimnis, das der Athos seit Jahrhunderten hütet, ist das so genannte Herzensgebet - auch Jesusgebet genannt. Als Meditations-Mantra - und als Weg, um schon in diesem Leben die Zeit und die Ewigkeit möglichst zusammenzuführen und die Ruhe in Gott zu finden. Die Mönche sind überzeugt, dass der Mensch allein sein unruhiges Herz nicht beruhigen kann. Dass er den Baum Gottes braucht; nur in seinem Schatten wird er nicht mehr vom eigenen Schatten geängstigt.

Betet ohne Unterlass, heißt es beim Völkerapostel Paulus. Also wiederholen die Mönche millionenfach in ihren Herzen - im Rhythmus des Pulses und mit den Gezeiten ihres Atmens - das uralte Herr Jesus Christus, erbarme Dich meiner. Bis es keiner Anstrengung mehr bedarf, bis "es« in ihnen betet. Bis ihr Leben zu einem immerwährenden Gebet wird - und die Tür zur mystischen Verbundenheit mit Gott aufgestoßen ist. Im Herzensgebet wird der Beter zum Gebet, sagen sie.

In den Aufrichtigen Erzählungen eines russischen Pilgers aus der Feder eines anonymen russischen Bauern, einem Werk, das Millionen Menschen weit über die Welt der Orthodoxie hinaus bewegt hat, wird das Erlernen des Jesusgebetes, aber auch seine Wirkung genau beschrieben. Was sich demnach einstellt ist u. a. eine wonnige Erwärmung des Herzens, freudiges Aufwallen, Beschwingtheit und Frische, Lebenslust, Unempfindlichkeit gegenüber Schmerz und Kummer. Jedes Gespräch mit den Mönchen am Athos über das Herzensgebet hat seine natürlichen Grenzen. Es sind selbstverständliche Grenzen der Intimität, aber auch Grenzen, die aus der Unterschiedlichkeit unserer religiösen Prägung erwachsen. Grenzen zwischen Kopf und Herz.

Und doch bleiben Worte, Sätze, Gedanken in Erinnerung: Ohne Gebet geht alles verloren, sagt einer meiner Mönche. Und: Vergiss nie: Beten kann man überall und in jeder Lebenslage. Es müssen nicht einmal zehn Minuten sein - zehn Sekunden können schon hilfreich sein. Nimm einfach alles als Geschenk - auch die kleinen Dinge. Lass Dankbarkeit in dich eindringen. Mit jedem Gebet öffnest du die Türe aus dem Gefängnis deiner Sorgen, rückst die wahren Dimensionen wieder zurecht - und bist unterwegs zum ruhenden Punkt in dir.
Die Bewohner des Heiligen Berges sind erfüllt vom Glauben an die weltverändernde Kraft des Gebetes. Sie glauben fest daran, dass die Menschheit ihr immer-währendes Gebet braucht, das - über die eigene Gottsuche der Mönche weit hinaus - auch der Heiligung aller dient. Die Welt würde es spüren, wenn der Energiestrom der Klöster und des Mönchtums ausfallen würde, sagen sie - und manche setzen noch leise hinzu, dass auch der große Wandel im Osten nicht ohne dieses nie endende Gebet zustande gekommen wäre.

46 lange Jahre führte der russische Mönch Siluan im Panteleimon-Kloster am Athos ein schlichtes, von tausend Kämpfen gequältes Leben. Er war ein Mann von enormer Demut und Liebe und ein Meister des immer-währenden Gebets. 1988, fünfzig Jahre nach seinem Tod, wurde er heilig gesprochen und gehört heute zu den bedeutendsten Mönchen der Neuzeit. Über ihn hat ein orthodoxer Bischof die für den Athos so wichtigen Sätze geschrieben: Manche sagen, dass der Mönch der Welt dienen müsste, damit er das Brot des Volkes nicht umsonst esse. Aber man sollte verstehen, worin der Dienst des Mönchs besteht und wie er der Welt tatsächlich hilft: Der Mönch betet unter Tränen für die ganze Welt. Das ist sein wichtigstes Tun und darin liegt Nutzen. Denn die Welt wird nur durch das Gebet erhalten. Hörte es auf ginge sie unter.






Bildergebnis für mua thu la vang















Samstag, 25. November 2017

Freitag, 4. Dezember 2015