HERRZLICH WILLKOMMEN

Wir sind eine kleine katholische Ordensgemeinschaft, die auf der Halbinsel südlich Hamburgs an diesem Ort der Stille und der Einkehr sich niedergelassen hat, zugehörig dem kontemplativen Teresianischen Reformorden.

Unsere neue Lebensform hier ist wie eine Antwort auf die Frage nach einem Weg der Karmel der Zukunft, wie wir die Herausforderungen der Zeichen der Zeit in Kirche und Welt und auf die religiösen und menschlichen Sehnsüchte der Menschen von heute reagieren sollen.

Unsere Gebetszeiten - Chorgebet und Inneres Beten sind offen für alle. Außerdem bieten wir den Suchenden die Möglichkeit für einen kurzen Aufenthalt in der Stille und Besinnung in dem Gästehaus und Gästewohnungen.

Freitag, 22. Mai 2015

Der Geist stiftet Gemeinschaft

Der Geist der Liebe ist es, der aus der entmutigten, verzweifelten, zerstreuten und verleugnenden Jüngerschar Zeugen der Auferstehung erstehen lässt. Gottes Geist gibt ihnen eine neue Sprache: aus dem Blabla, dem unverbindlichen Geschwätz, aus dem Gezänk der Parteien, der Saft- und Kraftlosigkeit der Predigten, in den Sprachbarrieren entsteht eine neue Verstehensgemeinschaft. Als geisterfullte Menschen erinnern und bezeugen die Apostel das kraftvolle, tröstende Wort Gottes, das Jesus in Person ist. Der Geist ist ihnen Beistand, der guten Stand gibt, gerade wenn sie traurigen, sprachlosen, lahmen, trägen, einsamen, verängstigten oder verbitterten Menschen begegnen. Der Heilige Geist eröffnet Lebensräume, wo alle in die Enge getrieben sind, Freiräume, wo die Lasten drücken, Quellen, wo alles verkarstet, Licht, wo Dunkel herrscht.

"Die Gnade des Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes seien mit euch allen" (2 Kor 13,13). Der Heilige Geist ist der Kuss, die Beziehung zwischen Vater und Sohn, das "Zwischen", die Atmosphäre. Geist ist das, was verbindet, was zusammenfügt, was Gemeinschaft stiftet. Gemeinschaft ist geradezu der Urgedanke Gottes. Nur ein gemeinschaftsfähiger Mensch entspricht dem trinitarischen Gott der Liebe und der Gemeinschaft.



Manfred Scheuer, Und eine Spur von Ewigkeit.

Dienstag, 12. Mai 2015

Maria hat geholfen!


Maria hat geholfen!

Geholfen hat Maria mir!
Laut will ich es sagen und singen,
An dieser Gnadenstätte hier
das freudige Loblied ihr bringen.
Geholfen hat ihr Mutterherz
dem weinenden Kinde, dem armen,
es frei gemacht von Schuld und Schmerz
mit fühlendem Liebeserbarmen.

Geholfen hat Maria mir,
ach, weit über Bitten und Hoffen.
Hätt' nie gedacht, daß nochmals hier
so reich mir das Glück stünde offen!
Geholfen hat sie wunderbar,
wo jegliche Hilf' schien verloren,
wenn eben noch voller Schmerz ich war,
jetzt fühl' ich wie neu mich geboren.

Geholfen hat Maria mir,
da lang ich im Elend geschmachtet.
Schien doch für alle Zeiten hier
mein Leben von Not wie umnachtet.
Geholfen hat sie doch zuletzt,
nur mußte Geduld ich erst lernen,
um doppelt froh und dankbar jetzt
mich mehr als erhört zu entfernen.

Geholfen hat Maria mir!
Das bleibe mein Ruf bis ans Ende,
das haucht die erblassende Lippe hier,
wenn selig den Lauf ich vollende.
Geholfen hat sie mir zugleich
am Leib sowie an der Seele,
daß ich von ihrer Huld so reich
vor der Welt und im Himmel erzähle.

Text: Cordula Peregrina (Cordula Wöhler)