HERRZLICH WILLKOMMEN

Wir sind eine kleine katholische Ordensgemeinschaft, die auf der Halbinsel südlich Hamburgs an diesem Ort der Stille und der Einkehr sich niedergelassen hat, zugehörig dem kontemplativen Teresianischen Reformorden.

Unsere neue Lebensform hier ist wie eine Antwort auf die Frage nach einem Weg der Karmel der Zukunft, wie wir die Herausforderungen der Zeichen der Zeit in Kirche und Welt und auf die religiösen und menschlichen Sehnsüchte der Menschen von heute reagieren sollen.

Unsere Gebetszeiten - Chorgebet und Inneres Beten sind offen für alle. Außerdem bieten wir den Suchenden die Möglichkeit für einen kurzen Aufenthalt in der Stille und Besinnung in dem Gästehaus und Gästewohnungen.

Freitag, 4. Dezember 2015

Montag, 7. September 2015

Besuch des Erzbischofs Stefan Heße in der Karmelzelle










15. August: Besuch von Erzbischof Stephan Heße bei uns.

Unser Erzbischof Stephan hat uns besucht – zum Kennenlernen. Bei seiner Ansprache während der Heiligen Messe am Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel konnten wir unseren Erzbischof „von innen“ kennenlernen. Er sprach von Maria als einem Menschen in Harmonie, in Einklang mit sich, mit Gott und den Menschen, selbst ein ganzer Mensch, in der von Gott ursprünglichen Geschaffenheit des ganzen Menschen. Marianisch ist ein geistlicher Mensch, wenn er der Ganzheit näher kommt, indem er die Wirklichkeit aus der Gnade lebt.
Beim Abschied nach einem kargen Mittagessen meinte der Erzbischof, dass er nun auch uns kennengelernt habe. Es wäre schön, wenn auch als marianisch.



Freitag, 12. Juni 2015

Hingabe


Hingabe

Seh ich das Kreuz an und wie du gelitten,
wage ich nicht, um ein Kreuz dich zu bitten.
Ach, es genügte stattdessen schon: mitten

in den alltäglichen einfachen Dingen
mich selbst, wie ich bin, und alles Gelingen
und auch Versagen zum Opfer zu bringen.

Im Tun, im Reden und Schweigen
könnt ich mich demütig neigen
und wäre in allem dein Eigen.

Du kennst ja uns Menschen und unser Bestreben,
dir nur ein wenig, nicht alles zu geben.
Nein, gib mir Großmut und weite mein Leben.

Und nicht, dass ich besser und frömmer erschein
oder belohnt werde, - nein, ganz allein,
um deiner Liebe würdig zu sein.


Lothar Zenetti

Dienstag, 9. Juni 2015

Der Ort

Frage: Wie können wir so leben, dass wir Gott verherrlichen? Wie können wir leben als die, die wir sind; wie können wir unser tiefstes Wesen verwirklichen?

Antwort: Nehmen Sie dies als ihr Lebenswort mit: „Ich bin die Herrlichkeit Gottes.“ Machen Sie diesen Gedanken zum Mittelpunkt Ihres Meditierens, so dass er nach und nach nicht nur ein Gedanke, sondern lebendige Wirklichkeit wird. Sie sind der Ort den Gott sich zur Wohnung erwählt hat, und das geistliche Leben besteht darin, den Raum zu schaffen, in dem Gott wohnen und seine Herrlichkeit sich offenbaren kann.
Jedes Mal, wenn ich die Herrlichkeit Gottes in mir erkenne und ihr Raum gebe, um sich in mir zu offenbaren, kann ich alles Menschliche zu ihr bringen, und alles wird verwandelt. Gott selbst, der Heilige Geist, betet in mir und rührt hier und jetzt die ganze Welt mit seiner Liebe an.



(Henri J. M. Nouwen)

Besuch bei den Missionarinnen der Nächstenliebe


Die Schwestern der Missionarinnen der Nächstenliebe feierten am 1. Juni dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Die Schwestern der Mutter Teresa von Kalkutta hatten uns schon des Öfteren in ihrer kargen Freizeit in der Karmelzelle besucht und mit uns gemeinsam gebetet. So war es dieses Jahr Anlass genug, diese Schwestern einmal zu besuchen. Freudig wurden wir begrüßt und sehr warmherzig empfangen. Alles war sehr einfach und mit einfachsten Mitteln eingerichtet. Man konnte die Armut der Schwestern wahrnehmen. Wir bekamen eine Führung durch das gesamte Haus und sahen die Unterkünfte für Obdachlose und die Unterkünfte für das Winternotprogramm, dass hier in Hamburg  von sehr vielen genutzt wird. Auch bekamen wir die kleine Wohnung und die Kapelle zu sehen, die sehr behaglich wirkte. Nach dem Rundgang trafen wir uns dann bei Kaffee und Kuchen zu einem gemeinsamen Austausch über  Fragen zum Ordensleben und die aktuelle Situation der Missionarinnen der Nächstenliebe. Es ist sehr erstaunlich, was diese 4-5 Schwestern dort leisten an Arbeit, sodass meist nur eine kleine Zeit bleibt am Tag für das eigene Nachdenken oder Nachsinnen. Es wurde eine schöne und fruchtbare Begegnung. Aus dem Gedanken heraus, dass es viele Menschen gibt, die sich besonders nach der Liebe Gottes sehnen, betreuen diese Missionarinnen genau die Menschen, die diese Liebe besonders nötig haben. Auf diese Weise sind die Missionarinnen wirklich ein Segen für unser Erzbistum und wir wünschen ihnen weiterhin Gottes Segen für ihre Arbeit.

  
 Beim Kaffeetrinken und vor dem Haus der Schwestern


Die Kapelle der Missionarin der Nächstenliebe, Mutter Teresa mit ihrer Reliquien

ORDENSTAG in REINBEK

Anlässlich des Jahres der Orden haben wir uns bei den Elisabethschwestern in Reinbek am 30.05.2015  getroffen.

Herzlichen Dank für die Gastfreundschaft  der Schwestern ! Sie haben uns sehr verwöhnt beim Kuchen und Kaffee an einem festlich gedeckten Tisch.

Pater Bernhard Heidl SJ gab sehr gute Impulse aus dem Apostolischen Schreiben von Papst Franziskus mit dem Akzent "Experten der Gemeinschaft" zu sein, nicht indem wir etwas Neues praktizieren sollen, sondern indem wir mit einander versöhnt leben, weil Gott uns in Jesus Christus versöhnt hat. Wir geben ein konkretes Vorbild von Gemeinschaft für alle, die sich in Unfrieden befinden.

In diesem Jahr des geweihten Lebens sind wir aufgefordert, "die Gegenwart mit Leidenschaft zu leben in aufmerksamen Hinhören auf das, was der Geist uns heute sagt": Bei einander zu bleiben trotz aller Widerstände von Kritik, Neid, Eifersucht und Machtstreben.





Freitag, 22. Mai 2015

Der Geist stiftet Gemeinschaft

Der Geist der Liebe ist es, der aus der entmutigten, verzweifelten, zerstreuten und verleugnenden Jüngerschar Zeugen der Auferstehung erstehen lässt. Gottes Geist gibt ihnen eine neue Sprache: aus dem Blabla, dem unverbindlichen Geschwätz, aus dem Gezänk der Parteien, der Saft- und Kraftlosigkeit der Predigten, in den Sprachbarrieren entsteht eine neue Verstehensgemeinschaft. Als geisterfullte Menschen erinnern und bezeugen die Apostel das kraftvolle, tröstende Wort Gottes, das Jesus in Person ist. Der Geist ist ihnen Beistand, der guten Stand gibt, gerade wenn sie traurigen, sprachlosen, lahmen, trägen, einsamen, verängstigten oder verbitterten Menschen begegnen. Der Heilige Geist eröffnet Lebensräume, wo alle in die Enge getrieben sind, Freiräume, wo die Lasten drücken, Quellen, wo alles verkarstet, Licht, wo Dunkel herrscht.

"Die Gnade des Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes seien mit euch allen" (2 Kor 13,13). Der Heilige Geist ist der Kuss, die Beziehung zwischen Vater und Sohn, das "Zwischen", die Atmosphäre. Geist ist das, was verbindet, was zusammenfügt, was Gemeinschaft stiftet. Gemeinschaft ist geradezu der Urgedanke Gottes. Nur ein gemeinschaftsfähiger Mensch entspricht dem trinitarischen Gott der Liebe und der Gemeinschaft.



Manfred Scheuer, Und eine Spur von Ewigkeit.

Dienstag, 12. Mai 2015

Maria hat geholfen!


Maria hat geholfen!

Geholfen hat Maria mir!
Laut will ich es sagen und singen,
An dieser Gnadenstätte hier
das freudige Loblied ihr bringen.
Geholfen hat ihr Mutterherz
dem weinenden Kinde, dem armen,
es frei gemacht von Schuld und Schmerz
mit fühlendem Liebeserbarmen.

Geholfen hat Maria mir,
ach, weit über Bitten und Hoffen.
Hätt' nie gedacht, daß nochmals hier
so reich mir das Glück stünde offen!
Geholfen hat sie wunderbar,
wo jegliche Hilf' schien verloren,
wenn eben noch voller Schmerz ich war,
jetzt fühl' ich wie neu mich geboren.

Geholfen hat Maria mir,
da lang ich im Elend geschmachtet.
Schien doch für alle Zeiten hier
mein Leben von Not wie umnachtet.
Geholfen hat sie doch zuletzt,
nur mußte Geduld ich erst lernen,
um doppelt froh und dankbar jetzt
mich mehr als erhört zu entfernen.

Geholfen hat Maria mir!
Das bleibe mein Ruf bis ans Ende,
das haucht die erblassende Lippe hier,
wenn selig den Lauf ich vollende.
Geholfen hat sie mir zugleich
am Leib sowie an der Seele,
daß ich von ihrer Huld so reich
vor der Welt und im Himmel erzähle.

Text: Cordula Peregrina (Cordula Wöhler)

Freitag, 17. April 2015

Teresa von Avila




Rückblick:


Ostern ist für viele fast schon vorbei. Eigentlich feiert  die Kirche  die Osterzeit  7 Wochen lang, fast 2 Wochen länger als die Fastenzeit. Es schließt erst mit der Sendung des Heiligen Geistes  am Pfingsten.
Hier sind ein paar Bilder von unserer Osternachts-Feier am frühen Ostersonntag, den 5. April . An dem Osterfeuer wird die Osterkerze angezündet als Symbol, dass Christus der Herr als Licht der Welt, alle Nächte der Welt erhellen vermag. Im Osterfeuer wird damit alle unsere und Schuld der Welt verbrannt.
Generalvikar Thim betonte bei der Predigt, bei GOTT ist alles möglich, sogar das Wegwälzen der vielen Steinen in unserem Leben - das sind die vielen Schicksale, Sorgen, seelischen Belastungen - die schwer abzuwenden sind, wie auch der große Stein, der den Zugang zu  dem Grab JESU versperrte und der auf unerklärliche Weise weggerollt wurde. Aufgrund dieser Osterbotschaft , die in die Hoffnungslosigkeit der Jünger hineingesprochen wird, hat GOTT ein einmaliges Wunder getan. Es ist der Beginn aller neuen Wunder. So sollten wir trotz allem an den GOTT der Liebe glauben, weil ER alles vermag.
Ein paar Bilder von der Osternacht  am 05.04 in unserer Klosterkirche von dem Osterfeuer , Tauferneuerung in der Kirche, Messfeier , anschließend das Osterfrühstück im Saal mit den Osterlämmer, die von den Schwestern selber gebacken wurden.


2) Die Feier des 500. Geburtstags der heiligen Teresa von Avila wurde gebührend in  München gefeiert.  zum ersten Mal in der Geschichte des Karmel war es ein richtiges Familienfest zwischen Ordensschwestern ,- Brüdern aus den beiden Orden ( der Beschuhten und Unbeschuhten Orden) , Mitgliedern von der Teresianischen Karmelgemeinschaft und sehr vielen Freunden der Heiligen. Dadurch sehen wir, wie aktuell die Spiritualität von der Hl Mutter immer noch ist für die Kirche und die Welt. Die Botschaft in der Freundschaft mit Gott zu leben, mit dem GOTT , der uns so annimmt, wie wir mit Ecken und Kanten sind.
Dem Pontifikalamt in der Klosterkirche St. Theresia in München am Samstag , den 28.03.2015 ging vorherein Symposium in der kath. Akademie München über die Heilige voraus. Das Thema umfasste auch das Historische, dass die Hl. Teresa tatsächlich jüdischen Wurzeln hatte und wie sie als Frau sich in den Männergesellschaft durchsetzen konnte. Im Hinblick auf das Jubiläumsjahr von Martin Luther hat Professor Delgado uns die Ähnlichkeiten von den beiden Gottesfreunden gezeigt. Für Pater Körner ist  der letzte Satz in dem uns allen bekannten Gebet „Gott allein genügt “undeutlich. Für ihn konnte  die Übersetzung des Satzes für viele Menschen  zu Missverständnissen führen, als ob der Nächste übersehbar sein kann. Er würde so übersetzen:
 Dass nur Gott  zuerst dem Menschen entspricht, dann  erst gibt diese Erfahrung  dem Leben einen besseren  und tieferen Sinn für alle andere Freundschaften.
Möge die Heilige Mutter vielen suchenden Menschen unserer Zeit den Weg durch ihre Bücher und Leben des Ordens zeigen, wie der Mensch mit Gott im Gespräch sein kann.


Montag, 23. März 2015

Neues im Karmel:



1)
Anlass für das Jubiläumjahr des Karmel  in diesem Jahr ist der 500. Geburtstag von Teresa von Avila am 28. 03.2015. Das ist zwar schon längst her, aber Teresas Gestalt und ihre Schriften üben immer noch Faszination  auf viele Suchenden aus. Sie ist nicht nur die bekannteste Mystikerin in der Kirchengeschichte , die oft von Ekstasen und Visionen Gottes beschenkt war, sondern gerade ihre andere Seite zieht  die Menschen an, wie der Heilige Vater  Johannes Paul I sie beim Spitznamen  nannte „Teresa des praktischen Lebens .Sie begegnet denselben Schwierigkeiten wie wir und meistert sie geschickt. Sie kann lächeln, lachen und zum Lachen bringen. Sie bewegt sich gewandt in der Welt und findet sich in den verschiedensten Lebenslagen zurecht. Dies gelingt ihr dank ihrer reichen natürlichen Gaben, vor allem aber durch ihre beständige Einheit mit Gott „
 Um uns Teresa von Avila  näher zu bringen bietet  unser Orden mit Vorträgen, Ausstellungen, Exertitienkursen in den verschiedenen Städten in Deutschland an. Siehe: http://www.karmelocd.de/aktuelles/500-jahre-teresa-von-avila/veranstaltungen-teresa-jubilaeumsjahr.html



2)
Eine neue und frohe Nachricht: Das Erzbistum Hamburg hat wieder einen neuen Erzbischof. Wir waren fast alle im Mariendom dabei, als  der Erzbischof  Stefan Heße bei seinem Treueversprechen „ Ich bin bereit“ sagte.
Sein Wahlspruch will ihm den Mut geben, die schwierige neue Aufgabe voll Hoffnung anzugehen, denn bei Gott ist alles möglich  Mt, 19,26
Er betonte immer wieder: sein Akzent in der Verkündigung liegt darin, in allem GOTT ins Gespräch zu bringen. Damit ihm dies in unserer heutigen säkularisierten Gesellschaft gelingt, wünschen wir ihm Gottes reichen Segen. Er wird stets in unserem Gebet sein.