HERRZLICH WILLKOMMEN

Wir sind eine kleine katholische Ordensgemeinschaft, die auf der Halbinsel südlich Hamburgs an diesem Ort der Stille und der Einkehr sich niedergelassen hat, zugehörig dem kontemplativen Teresianischen Reformorden.

Unsere neue Lebensform hier ist wie eine Antwort auf die Frage nach einem Weg der Karmel der Zukunft, wie wir die Herausforderungen der Zeichen der Zeit in Kirche und Welt und auf die religiösen und menschlichen Sehnsüchte der Menschen von heute reagieren sollen.

Unsere Gebetszeiten - Chorgebet und Inneres Beten sind offen für alle. Außerdem bieten wir den Suchenden die Möglichkeit für einen kurzen Aufenthalt in der Stille und Besinnung in dem Gästehaus und Gästewohnungen.

Sonntag, 19. August 2018

Aktuelles






Bildergebnis für mutter gottes mit menschen

Wer bist du, Maria?Augustinus von Hippo


Mit großem Glauben hast du empfangen und wirst
bald Mutter. Der dich erschaffen hat, wird in dir gezeugt.
Woher kommt dir eine solche Auszeichnung?
Der dich geschaffen, wird Mensch in dir: Das Wort Gottes,
durch das Himmel und Erde und alle Dinge entstanden
sind, wird Mensch in dir und hört nicht auf,
Gott zu sein.

Als es empfangen wurde, warst du Jungfrau;
als es geboren wurde, bliebst du Jungfrau.
Gestattest du mir, dass ich dir diese Fragen stelle und
dich in der Zurückgezogenheit etwas störe?
Errötend gibst du mir zur Antwort:
Höre den Gruß des Engels, und glaube an das Heil,
das aus mir hervorgeht;
glaube an den, an den ich geglaubt habe.





Aus einem Brief Elisabeth von der Dreifaltigkeit  an eine Freundin:


Ach, wenn ich Dich doch das Geheimnis des Glückes lehren könnte, so wie Gott es mich
gelehrt hat! Du sagst, ich hätte weder Sorgen noch Leiden. Ja, ich bin tatsächlich sehr glücklich.
Aber wenn Du nur wüsstest, dass man in Widerwärtigkeiten ebenso glücklich sein kann.
Man muss nur immer zu Gott hinschauen. (...)  Du musst Dir, so wie ich, im Innern Deiner Seele eine kleine Zelle bauen.

 Du denkst dann, dass der liebe Gott darin zugegen ist, und betrittst
sie von Zeit zu Zeit.

 Wenn Du Deine Nerven spürst oder Dich unglücklich fühlst, so flüchtest Du Dich rasch dahin und 
vertraust dem Meister alles an. 
Bildergebnis für elisabeth von dijon

 Ach, wenn Du nur eine geringe Kenntnis vom richtigen Beten hättest, dann würdest Du es nicht langweilig finden. Mir kommt es vor wie ein Ausruhen, eine Entspannung. Man begibt sich einfach zu dem, den man liebt. Man hält sich ganz in seiner Nähe auf wie ein Kind in den Armen seiner Mutter, und lässt dann seinem Herzen freien Lauf.

 Du hast Dich früher immer so gerne neben mich gesetzt, um mir Deine Geheimnisse anzuvertrauen.
Auf die gleiche Weise muss man zu ihm gehen. Wenn Du nur wüsstest, wie gut er versteht! Du würdest nicht mehr so leiden, wenn Du dies begreifen könntest.


(Brief 123, 19. Juni 1902)


Bildergebnis für bernhard von clairvaux

Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und weiter gibt, während jene wartet, bis sie erfüllt ist. Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt, ohne eigenen Schaden weiter...

Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen und habe nicht den Wunsch freigiebiger zu sein als Gott. Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird zur See. Die Schale schämt sich nicht, nicht überströmender zu sein als die Quelle...

Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst. Wenn du nämlich mit dir selbst schlecht umgehst, wem bist du dann gut? Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle, wenn nicht, schone dich.

Bernhard von Clairvaux (1090-1153)


Bildergebnis für alfons von liguori texte

Hl. Alfons Maria von Liguori

Die Art und Weise,

vertraulich mit Gott umzugehen

Gott ist immer in deiner Nähe, Er ist in deinem Herzen: “Denn in Ihm leben wir, und bewegen uns und sind wir” (Apg 17,28). Du brauchst dich nicht durch einen Dritten anmelden zu lassen, denn Gott wünscht, daß du dich voll Vertrauen unmittelbar an Ihn wendest. Rede mit Ihm von deinen Geschäften, von deinen Plänen, von deinen Leiden, von deinen Ängsten, von allem, was dein ist. Tue das mit großem Vertrauen und offenherzig, denn Gott pflegt nicht mit denen zu reden, die sich nicht zuerst an Ihn wenden; auch würden sie Ihn nicht verstehen, da sie sich nicht an Seinen Umgang gewöhnt haben. Darüber beklagt sich Gott im Hohenlied (Hl 8,8), da Er fragt: “Unsere Schwester ist klein, was sollen wir mit ihr tun?” Ihre Liebe ist so gering, was soll ich tun, sie versteht mich noch nicht! Wenn wir Gottes Gnade verachten, dann will Er, daß wir in Ihm einen mächtigen und furchtbaren Herrn kennenlernen, aber solange wir Ihn lieben, will er, daß wir Ihn gleich wie unseren geliebtesten Freund behandeln, und daß wir voll Vertrauen und ohne alle Scheu mit Ihm reden.


In meinen Wunden wachsen Perlen


Ähnliches Foto




In meinen Wunden wachsen die Perlen. Sie können in mir aber nur entstehen, wenn ich mich mit meinen Wunden aussöhne. Wenn ich die Zähne zusammenbeiße, um meine Wunden krampfhaft zu verschließen, kann darin nichts wachsen. Es tut oft weh, mit meiner Wunde in Berührung zu sein. Da spüre ich die Ohnmacht, sie loszuwerden. Sie wird immer in mir sein, selbst wenn sie vernarbt ist. Aber wenn ich meine Wunden annehme, dann kann sie sich zu einer Quelle von Leben und Liebe verwandeln.

Dort, wo ich verwundet bin, bin ich auch lebendig, dort spüre ich mich, dort spüre ich die anderen. Da kann ich die anderen eintreten lassen in meine Wunde, da wird Begegnung und Berührung möglich, die auch den anderen zu heilen vermag. Nur der verwundetet Arzt kann heilen, so sagen die Griechen. Wo ich stark bin, dort kann ein anderer nicht in mich eindringen. Dort wo ich gebrochen bin, kann Gott in mich einbrechen, können Menschen bei mir eintreten. Dort komme ich in Berührung mit dem wahren Selbst, dem Bild, das Gott sich von mir gemacht hat.

        Wir leben oft in der Illusion, dass all unsere Wunden heilen können. Wir benutzen dann Gott dazu, dass er unsere Wunden heilen soll. Unter Heilung verstehen wir, dass die Wunden sich schließen und wir sie nicht mehr spüren. Solange sie nicht vernarben, kreisen wir um unsere Wunden und bohren uns tiefer in sie ein. Wir werfen Gott vor, dass er diese Wunden zuließ. Erst wenn wir bereit sind, uns mit unserer Wunde auszusöhnen, kann sie für uns zum Tor nach innen werden, zum Tor in den unverwundeten und heilen Raum, in dem Gott selbst in uns wohnt.





Angst*

Es geht nicht darum, alle Ängste überwinden zu können. Es geht auch darum, dass wir lernen, mit der Angst zu leben… Aber sie hat mich nicht mehr im Griff. 

Verdrängung der Angst führt zur Erstarrung und verbraucht sehr viel Energie… Deshalb muss die Angst verwandelt werden… Der Weg zur Verwandlung geht über das Gespräch mit der Angst und über die Öffnung der Angst auf Gott hin.

Die Angst wird uns begleiten, bis wir uns im Tod Gott hingeben. Aber sie wird uns nicht mehr im Griff haben. Mitten in unserer Angst dürfen wir immer wider das tröstende und ermutigende und befreiende Wort Jesu hören: „Fürchte dich nicht!“ 


Pater Dr. Anselm Grün










Samstag, 25. November 2017

Freitag, 4. Dezember 2015

Montag, 7. September 2015

Besuch des Erzbischofs Stefan Heße in der Karmelzelle










15. August: Besuch von Erzbischof Stephan Heße bei uns.

Unser Erzbischof Stephan hat uns besucht – zum Kennenlernen. Bei seiner Ansprache während der Heiligen Messe am Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel konnten wir unseren Erzbischof „von innen“ kennenlernen. Er sprach von Maria als einem Menschen in Harmonie, in Einklang mit sich, mit Gott und den Menschen, selbst ein ganzer Mensch, in der von Gott ursprünglichen Geschaffenheit des ganzen Menschen. Marianisch ist ein geistlicher Mensch, wenn er der Ganzheit näher kommt, indem er die Wirklichkeit aus der Gnade lebt.
Beim Abschied nach einem kargen Mittagessen meinte der Erzbischof, dass er nun auch uns kennengelernt habe. Es wäre schön, wenn auch als marianisch.



Dienstag, 9. Juni 2015

Besuch bei den Missionarinnen der Nächstenliebe


Die Schwestern der Missionarinnen der Nächstenliebe feierten am 1. Juni dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Die Schwestern der Mutter Teresa von Kalkutta hatten uns schon des Öfteren in ihrer kargen Freizeit in der Karmelzelle besucht und mit uns gemeinsam gebetet. So war es dieses Jahr Anlass genug, diese Schwestern einmal zu besuchen. Freudig wurden wir begrüßt und sehr warmherzig empfangen. Alles war sehr einfach und mit einfachsten Mitteln eingerichtet. Man konnte die Armut der Schwestern wahrnehmen. Wir bekamen eine Führung durch das gesamte Haus und sahen die Unterkünfte für Obdachlose und die Unterkünfte für das Winternotprogramm, dass hier in Hamburg  von sehr vielen genutzt wird. Auch bekamen wir die kleine Wohnung und die Kapelle zu sehen, die sehr behaglich wirkte. Nach dem Rundgang trafen wir uns dann bei Kaffee und Kuchen zu einem gemeinsamen Austausch über  Fragen zum Ordensleben und die aktuelle Situation der Missionarinnen der Nächstenliebe. Es ist sehr erstaunlich, was diese 4-5 Schwestern dort leisten an Arbeit, sodass meist nur eine kleine Zeit bleibt am Tag für das eigene Nachdenken oder Nachsinnen. Es wurde eine schöne und fruchtbare Begegnung. Aus dem Gedanken heraus, dass es viele Menschen gibt, die sich besonders nach der Liebe Gottes sehnen, betreuen diese Missionarinnen genau die Menschen, die diese Liebe besonders nötig haben. Auf diese Weise sind die Missionarinnen wirklich ein Segen für unser Erzbistum und wir wünschen ihnen weiterhin Gottes Segen für ihre Arbeit.

  
 Beim Kaffeetrinken und vor dem Haus der Schwestern


Die Kapelle der Missionarin der Nächstenliebe, Mutter Teresa mit ihrer Reliquien