HERRZLICH WILLKOMMEN

Wir sind eine kleine katholische Ordensgemeinschaft, die auf der Halbinsel südlich Hamburgs an diesem Ort der Stille und der Einkehr sich niedergelassen hat, zugehörig dem kontemplativen Teresianischen Reformorden.

Unsere neue Lebensform hier ist wie eine Antwort auf die Frage nach einem Weg der Karmel der Zukunft, wie wir die Herausforderungen der Zeichen der Zeit in Kirche und Welt und auf die religiösen und menschlichen Sehnsüchte der Menschen von heute reagieren sollen.

Unsere Gebetszeiten - Chorgebet und Inneres Beten sind offen für alle. Außerdem bieten wir den Suchenden die Möglichkeit für einen kurzen Aufenthalt in der Stille und Besinnung in dem Gästehaus und Gästewohnungen.

Sonntag, 16. Dezember 2018

Aktuelles


Liebe Freunde unseres Klosters,

Advent als Zeit der Erwartung, des Wartens auf Gott – der Gedanke mag vielen vertraut sein. Aber dass Er auf uns wartet?  Doch „wenn der Mensch Gott sucht noch viel mehr und viel früher sucht Gott den Menschen“ (Johannes vom Kreuz). Wenn wir auf Ihn warten, so wartet Er doch noch viel mehr auf uns. Und „in allem“ – in allem! – was geschieht, „will Gott Begegnung feiern“ mit uns (Alfred Delp) – im Gelingen und Scheitern, in Trauer und Hoffnung, in Freude und Schmerz, im Sterben und im Leben. In allem will und kann Er uns begegnen als der immer noch Größere, der uns mit Seiner Liebe umfängt und uns eine Zukunft und eine Hoffnung geben will (Jer 29,11).
In diesem Sinn wünschen wir Ihnen eine Advents- und Weihnachtszeit, die gesegnet ist durch die Begegnung mit der liebenden Nähe Gottes!

Ihre Schwestern des Karmel von der Menschwerdung 

in Hamburg-Finkenwerder





Gottesdienste an Weihnachten 2018 und Neu Jahr2019






Heilig Abend, 24.12.: 21:00 Uhr

25. Dezember: 10:00 Uhr


26. Dezember : 10:00 Uhr




Neu Jahr, 01.01.2019 11:00 Uhr



Ökumenischer Neujahrsempfangam 13. 01.2019.Wir beginnen mit einem Gottesdienst in der katholischen Kirche St Petrus Finkenwerder um 11:00 Uhr

 Unter dem  Vorsitz von Weihbischof Jochen Jaschke und Pastor Torsten Krause

Bildergebnis für der kleine prinz
GEISTLICHE GEDANKEN:

Zeichentalent

„Hilf mir suchen!“, bat der kleine Fremde erneut. „Ich weiß wirklich nicht, ob das eine gute Idee ist!“, sagte ich. Aber er hörte nicht zu. „Du könntest dich hier verlaufen“, warnte ich ihn.
 Doch mein neuer Bekannter schüttelte den Kopf. „Nein,“ rief er bestimmt, dann
sagte er plötzlich: „Zeichne mir bitte ein Seil!“ Diese seltsame Bitte kam völlig unerwartet. Verdutzt musterte ich ihn. Aber er sah mich so flehend an, dass ich schließlich meinen Rucksack abnahm, Notizheft und Bleistift herausholte und die Handschuhe auszog. „Warum soll ich dir
ein Seil zeichnen?“, fragte ich vorsichtig. Aber er ignorierte meine Frage.

Er kommentierte nur meine Bilder.
„Das ist zu dünn! Es wird reißen!“, rief er bei einem Bild. „Das ist zu kurz. Ich kann es damit nicht halten!“
Schließlich gab ich auf und malte einen Rucksack. „Hier, in diesem Rucksack befindet sich das Seil. Es ist genauso, wie du es dir vorstellst!“, sagte ich etwasgenervt, denn meine Finger waren inzwischen taub
von der Kälte. Mein neuer Bekannter sah mich strahlend an. „Danke!“, sagte er. „Damit kann ich es einfangen und zurückbringen.“ Ich wusste immer noch
nicht recht, was ich von dem sonderbaren Männchen  halten sollte.
Schließlich erzählte er mir seine Geschichte.

Er war
ein Prinz, der von einem Asteroiden gekommen war. „Weißt du!“, sagte er. „Ich muss mein Schaf finden, denn es ist wichtig für meinen Planeten. Er wäre ohne mein Schaf nicht mehr das, was er ist.“ Ich schaute
meinen neuen Bekannten skeptisch an. „Ja!“, sagte er.
„Die Affenbrotbäume würden wachsen und wachsen.
Es sind so viele Sprösslinge geworden. Ich hätte nicht
die Kraft, sie alle auszureißen.“ Lebhaft begann er wei terzuerzählen: „Am Anfang bereitete es mir große Sor gen, ob mein Schaf nur die Sprösslinge fressen würde.

Ich hatte Angst um meine Rose.
 Doch das Schaf rührte sie nie an.“

 Das Schaf war eine Art „Gärtner“ seinesPlaneten, doch eines Tages war es verschwunden. „Es war jung und ungestüm. Vielleicht ist es abgestürzt.“
Dann wurde er nachdenklich. 
„Vielleicht ist es aber auch weggelaufen. Wenn man jemandem eine Aufgabe gibt, muss er stolz darauf sein, ansonsten wird
er ihrer schnell überdrüssig und kümmert sich nicht
mehr darum.“ 

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Frohes Fest von Helmut Zöpfl


Warten
Die beiden Begriffe Ankunft und Warten stehen oft in enger Verbindung. Unwillkürlich denke ich an einen Bahnhof oder einen Flughafen, wo man auf jemand wartet.
 In vielen Liedern spielt auch der Hafen und
die Erwartung des ankommenden Schiffes eine Rolle
wie in dem Lied „Vom Mädchen vom Piräus“ und der
Arie „der armen Butterfly“, die voll Sehnsucht Aus schau hält nach dem Schiff, das ihr ihren Liebsten zurückbringt. Auch das Wartezimmer eines Arztes oder
Zahnarztes fällt mir ein, wo man wartet, bis man aufgerufen
wird. 

Es gibt ein eher bloßes Abwarten, aber häufig ist es ein freudiges Erwarten, vielleicht sogar mit dem Begriff Sehnsucht verbunden, bis sie oder er
oder es endlich ankommt.

In der Adventszeit ist vor allen auch in Liedern die Rede von der Menschheit, die den Erlöser erwartet hat. Aber einmal ganz ehrlich, wer hat denn da wir lich Ausschau gehalten? 

Weder die Römer, Griechen
noch Germanen. Schon eher die Juden, die auf den
Messias warteten und noch warten. Aber hat sich
diese Erwartung erfüllt, die eigentlich nach einem
mächtigen Erlöser, der das Volk aus der Knechtschaft
der Römer befreien sollte, Ausschau hielt? Genau betrachtet, mussten all diese, die gemeint hatten, da
komme der mächtige König, eigentlich gewaltig enttäuscht sein. Er bzw. es kam nämlich ganz anders.
Und dieser ganz Andere hat gänzlich unerwartet die

Geschichte der Menschheit bis heute für Gläubige 
und Ungläubige total verändert. Man lese dazu das
großartige Buch von Hans Maier „Welt ohne Chris tentum – Was wäre anders?“ Dieses anders bedeutet,
dass jemand ankommt und dafür in den Tod geht,
dass alle Menschen gleich wertvoll sind, der die herrschende Moral, die einteilt zwischen Herren und Sklaven, arm und reich, mächtig und ohnmächtig, stark
und schwach aus den Angeln gehoben hat.

Gleich was Menschen und Institutionen auch immer
aus dieser Frohbotschaft gemacht haben und machen, insofern könnte der Advent doch immer wieder
etwas anders sein als das routinemäßige Abwarten,
bis es dann wieder so weit ist. Jeder neue Adventstag
bietet nämlich die Gelegenheit, irgendwie ein wenig

mitzuwirken, dass die Heilsbotschaft lebendig bleibt.

Samstag, 25. November 2017

Freitag, 4. Dezember 2015

Montag, 7. September 2015

Besuch des Erzbischofs Stefan Heße in der Karmelzelle










15. August: Besuch von Erzbischof Stephan Heße bei uns.

Unser Erzbischof Stephan hat uns besucht – zum Kennenlernen. Bei seiner Ansprache während der Heiligen Messe am Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel konnten wir unseren Erzbischof „von innen“ kennenlernen. Er sprach von Maria als einem Menschen in Harmonie, in Einklang mit sich, mit Gott und den Menschen, selbst ein ganzer Mensch, in der von Gott ursprünglichen Geschaffenheit des ganzen Menschen. Marianisch ist ein geistlicher Mensch, wenn er der Ganzheit näher kommt, indem er die Wirklichkeit aus der Gnade lebt.
Beim Abschied nach einem kargen Mittagessen meinte der Erzbischof, dass er nun auch uns kennengelernt habe. Es wäre schön, wenn auch als marianisch.



Dienstag, 9. Juni 2015

Besuch bei den Missionarinnen der Nächstenliebe


Die Schwestern der Missionarinnen der Nächstenliebe feierten am 1. Juni dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Die Schwestern der Mutter Teresa von Kalkutta hatten uns schon des Öfteren in ihrer kargen Freizeit in der Karmelzelle besucht und mit uns gemeinsam gebetet. So war es dieses Jahr Anlass genug, diese Schwestern einmal zu besuchen. Freudig wurden wir begrüßt und sehr warmherzig empfangen. Alles war sehr einfach und mit einfachsten Mitteln eingerichtet. Man konnte die Armut der Schwestern wahrnehmen. Wir bekamen eine Führung durch das gesamte Haus und sahen die Unterkünfte für Obdachlose und die Unterkünfte für das Winternotprogramm, dass hier in Hamburg  von sehr vielen genutzt wird. Auch bekamen wir die kleine Wohnung und die Kapelle zu sehen, die sehr behaglich wirkte. Nach dem Rundgang trafen wir uns dann bei Kaffee und Kuchen zu einem gemeinsamen Austausch über  Fragen zum Ordensleben und die aktuelle Situation der Missionarinnen der Nächstenliebe. Es ist sehr erstaunlich, was diese 4-5 Schwestern dort leisten an Arbeit, sodass meist nur eine kleine Zeit bleibt am Tag für das eigene Nachdenken oder Nachsinnen. Es wurde eine schöne und fruchtbare Begegnung. Aus dem Gedanken heraus, dass es viele Menschen gibt, die sich besonders nach der Liebe Gottes sehnen, betreuen diese Missionarinnen genau die Menschen, die diese Liebe besonders nötig haben. Auf diese Weise sind die Missionarinnen wirklich ein Segen für unser Erzbistum und wir wünschen ihnen weiterhin Gottes Segen für ihre Arbeit.

  
 Beim Kaffeetrinken und vor dem Haus der Schwestern


Die Kapelle der Missionarin der Nächstenliebe, Mutter Teresa mit ihrer Reliquien