Kommt und seht

HERRZLICH WILLKOMMEN

Wir sind eine kleine katholische Ordensgemeinschaft, die auf der Halbinsel südlich Hamburgs an diesem Ort der Stille und der Einkehr sich niedergelassen hat, zugehörig dem kontemplativen Teresianischen Reformorden.

Unsere neue Lebensform hier ist wie eine Antwort auf die Frage nach einem Weg der Karmel der Zukunft, wie wir die Herausforderungen der Zeichen der Zeit in Kirche und Welt und auf die religiösen und menschlichen Sehnsüchte der Menschen von heute reagieren sollen.

Unsere Gebetszeiten - Chorgebet und Inneres Beten sind offen für alle. Außerdem bieten wir den Suchenden die Möglichkeit für einen kurzen Aufenthalt in der Stille und Besinnung in dem Gästehaus und Gästewohnungen.

Samstag, 21. April 2018

Aktuelles



Bildergebnis für tag der offenen klöster 2016



Unter dem Motto“ Gut. Wir sind da“ öffnen die Tür vieler Klöster in Deutschland am Samstag, dem 21.04.18.

 Im hohen Norden sind auch 2 Klöster engagiert dabei: Kloster Maria Frieden in Schwerin und Kloster Nutsche in Travenbrück . Wegen der verschiedenen Gruppenbesuchen sind wir leider nicht dabei, Aber Sie sind herzlich eingeladen, als einzelne oder als gruppen mal bei uns vorbeizukommen und zu sehen, wie der Karmel heute lebt.






„Es blüht etwas hinter Ihm her“
                                              Hilde Domin


Die liturgischen Lesungen aus der Heiligen Schrift helfen uns an Osten und der 50 tägigen Osterzeit, das „blühende Etwas“ zu erkennen. Die Jünger Jesu, seine Freunde, erscheinen auf einmal sehr mutig, so dass sie „in alle Welt hinausgehen,“ um die Botschaft zu verkünden:
Jesus lebt. Er ist auferstanden. Davon sind wir Zeugen

Wird dieser Botschaft geglaubt? Was ist Ostern für die meisten Menschen heute? Nur ein kommerzielles Fest? Osterfeuer bei Essen und Trinken? Es werden keine Fragen gestellt nach dem Sinn der christlichen Osterfeier.
Aber blüht nicht doch etwas hinter dem Auferstandenen her, wenn Kerzen angezündet und Blumen an den Stellen niedergelegt werden, wo der Terror Spuren hinterlassen hat? Sind das nicht Hoffnungszeichen von Angehörigen und Mitfühlenden der Toten, dass diesen nach einem schrecklichen Lebensende doch ein Licht erstrahlen wird, eine Rettung geschieht, eine Erlösung aus allem Leid?


Überall auf der Erde, wo getötet, gefoltert, zerstört wird, regt sich auch zaghaft die Hoffnung, dass sich ein Sinn verbirgt, der noch nicht verstanden, aber erahnt wird, denn

Es blüht etwas hinter IHM her



Bildergebnis für jesus auferstehung



Das Unsichtbare im Sichtbaren
 Gerhard Lohfink, Heute – wann sonst?



Max Beckmann, wohl der größte deutsche Maler des 20. Jahrhunderts, notierte in einem seiner Tagebücher den Satz: „Wenn man das Unsichtbare begreifen will, muss man so tief wie möglich ins Sichtbare eindringen“.
Diese Einsicht gilt auch für den Blick auf Jesus: Wenn wir ahnen wollen, was es heißt, Jesus sei wahrer Gott, müssen wir so tief wie möglich in seine Menschheit eindringen: in seine Gleichnisse, in seine Bildworte, seine Heilungen, seine Zeichenhandlungen, sein Leben, sein Sterben. Wenn wir sein Menschsein nicht in seiner ganzen Weite und Tiefe wahrnehmen, werden wir von diesem anderen Geheimnis seiner Person nichts erahnen können.


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Falsche Sparsamkeit
(Aus der Gebetsmappe der Burg Altpernstein, ohne Autorenangabe)


Gott, wir sparen mit Worten
und Werken der Zärtlichkeit.
Wir sparen am Evangelium,
an guten Nachrichten und am Mitmenschen.
Gott, erbarme dich unserer oft krankhaften Sparsamkeit.

Zeige uns im Angesichte Jesu,
wie menschlich wir sein können
und wie viel Zärtlichkeit und Wärme
wir für andere bereithalten.
Amen.

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Frei ist der Mensch
Klaus Hemmerle,


frei ist der Mensch,
der den Tod hinter sich
und das Leben vor sich hat,

der nicht zu vergessen braucht,
weil ihm vergeben ist
und er vergeben hat,

der vor nichts zu fliehen braucht,
weil er durch verschlossene Türen kommen
und über Abgründe gehen kann,

der sich nicht zu ängstigen braucht,
weil er immer unterwegs ist
zu einem und mit einem,
der ihn grenzenlos liebt.

frei ist der Mensch, der zu allen offen ist,
weil er alle
in sein Herz geschlossen hat.

frei ist der Mensch,
der jenseits der Wunde lebt -
der österliche Mensch


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Die drei Ave Maria

„Von klein auf haben sie uns zu Hause beigebracht, die drei Ave Maria zu beten, kleine Gebete.“ Das waren die ersten Worte von Papst Franziskus, mit denen unser Interview begann. Da begann er,
den Schleier von seiner Innenwelt zurückzuziehen. Mit ruhiger und bedächtiger Stimme schien er im Archiv seines Gedächtnisses die fernen Ursprünge seiner Liebe zu Maria zu suchen, so als gäbe es da
nicht die schnelle Antwort und brauche er Zeit, um sie auszuarbeiten. Seine Beziehung zur Mutter Gottes war so offensichtlich, dass er sich selbst diese Frage wohl noch nie gestellt hatte.

Das Gebet der drei Ave Maria, auf das sich der Papst bezieht, ist eine sehr einfache, alte Tradition der Kirche, zurzeit eher in den spanischsprachigen Ländern und weniger in Brasilien oder Europa verbreitet. Ihr Ursprung geht vermutlich zurück auf eine Privatoffenbarung der
deutschen Mystikerin Mathilde von Magdeburg (1207–1282). Sie wurde bereits im 13. Jahrhundert von Antonius von Padua (1191–  1231) praktiziert. Ein anderer Franziskaner, der heilige Leonardo de
Porto Maruicio (1676–1751) arbeitete an der Verbreitung dieser Praxis zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis, und empfahl das Gebet am Morgen und am Abend zur Pflege der Reinheit von Körper und Herz und zum Schutz in der Stunde des Todes. Der Sänger der „Herrlichkeiten Mariens“, der heilige Alfons Maria von Liguori (1696–1787), unterstützte begeistert das Beten der drei Ave Maria, riet es den Gläubigen, besonders den Kindern, und empfahl den Beichtvätern, es als
Buße aufzuerlegen.

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Hinter dieser Gebetsübung findet sich – so die Deutung einiger Mystiker – das lebendige Bewusstsein der besonderen Beziehung Marias zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Von daher die Zahl drei, die sich zudem auf drei im Leben und in der Fürbitte Mariens besonders präsente Eigenschaften
bezieht: Macht, Weisheit und Liebe. In der Biografie der heiligen Benediktinerin Gertrud von Helfta (1256–1302), einer deutschen Mystikerin, liest man, dass sie eines Tages beim Singen des Magnificat
drei leuchtende Flammen sah, die aus dem Herzen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes hervorkamen und in das Herz Mariens eindrangen. Dieser Vision folgte eine innere Stimme, die ihr sagte: „Neben der Macht des Vaters, der Weisheit des Sohnes und der barmherzigen Liebe des Heiligen Geistes gibt es nichts der Macht, Weisheit und barmherzigen Zärtlichkeit Mariens Vergleichbares“ (LARRAURI/ PÉREZ, 1996, S. 18).

Die Familie Bergoglio kannte diese Geschichte vermutlich nicht, doch das Kind Jorge Mario nahm diese Andacht ohne große Schwierigkeiten in sein tägliches Leben auf und brauchte dafür keine Begründung.

 Kein Christ ist ja verpflichtet, eine mutmaßliche Prtivatoffenbarung anzunehmen,
doch kein Katholik wird die gesunde Praxis in Zweifel ziehen,
Ave Marias zu beten! Und das war auch im Falle der Bergoglios so. Außerdem kannten und glaubten sie in ihrer schlichten Familienfrömmigkeit Wahrheiten, die sich von denen, die der heiligen Gertrud offenbart wurden, nicht unterschieden: Die Allerheiligste Dreifaltigkeit hat Maria mit Fürbittmacht ausgestattet, mit Weisheit des Lebens und einer barmherzigen Zärtlichkeit, welche die der anderen Geschöpfe weit überragt.
Diese Gabe verpflichtet sie zur Haltung des Dienstes an der Menschheit, ein Dienst, aus dem wir, ihre Kinder, nur Nutzen ziehen können.Vielleicht haben deshalb so viele Päpste wie Pius IX., Leo XIII. und Pius X. die Andacht der drei Ave Maria empfohlen und sie zudem mit besonderen Ablässen und mit Stoßgebeten verbunden wie: „Mutter, bewahre mich heute (oder heute Nacht) vor der Todsünde“ oder auch:
„O Maria, durch deine Unbefleckte Empfängnis reinige meinen Körper
und heilige meine Seele.“


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Das Dokument von Aparecida sagt, die Volksfrömmigkeit sei einer der Orte der Begegnung mit Christus (vgl. DA 258). In ihrer typischen marianischen Spiritualität finden unsere Völker „im Antlitz Marias (…) die zärtliche Zuwendung und Liebe Gottes“ (vgl. DA 265).

So ermöglichten diese kleinen marianischen Familiengebete dem kleinen Jorge seine ersten Begegnungen mit Maria und durch sie mit Jesus. Sie selbst ist ja in der Inkarnation zum Ort der Begegnung Gottes mit den Menschen geworden. Die Begegnungen mit Maria sind darum bevorzugte
Momente für die Begegnung mit Christus. Sie ist „Schule des Glaubens, die dazu bestimmt ist, uns zu leiten und uns Kraft zu geben auf dem Weg, der zum Schöpfer des Himmels und der Erde führt“ (DA
270), sagten die Bischöfe in Aparecida. So kam es, dass Jorge geradezu
intuitiv schon sehr früh spürte, dass er „in der Schule Mariens“ sein
sollte, wie es Papst Benedikt im Eröffnungsvortrag jener Versammlung
von Aparecida sagte, die das Leben des künftigen Papstes für immer
prägen sollte.


Mit Maria leben
Ein Gespräch mit Papst Franziskus


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Samstag, 25. November 2017

Freitag, 4. Dezember 2015

Montag, 7. September 2015

Besuch des Erzbischofs Stefan Heße in der Karmelzelle










15. August: Besuch von Erzbischof Stephan Heße bei uns.

Unser Erzbischof Stephan hat uns besucht – zum Kennenlernen. Bei seiner Ansprache während der Heiligen Messe am Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel konnten wir unseren Erzbischof „von innen“ kennenlernen. Er sprach von Maria als einem Menschen in Harmonie, in Einklang mit sich, mit Gott und den Menschen, selbst ein ganzer Mensch, in der von Gott ursprünglichen Geschaffenheit des ganzen Menschen. Marianisch ist ein geistlicher Mensch, wenn er der Ganzheit näher kommt, indem er die Wirklichkeit aus der Gnade lebt.
Beim Abschied nach einem kargen Mittagessen meinte der Erzbischof, dass er nun auch uns kennengelernt habe. Es wäre schön, wenn auch als marianisch.



Dienstag, 9. Juni 2015

Besuch bei den Missionarinnen der Nächstenliebe


Die Schwestern der Missionarinnen der Nächstenliebe feierten am 1. Juni dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Die Schwestern der Mutter Teresa von Kalkutta hatten uns schon des Öfteren in ihrer kargen Freizeit in der Karmelzelle besucht und mit uns gemeinsam gebetet. So war es dieses Jahr Anlass genug, diese Schwestern einmal zu besuchen. Freudig wurden wir begrüßt und sehr warmherzig empfangen. Alles war sehr einfach und mit einfachsten Mitteln eingerichtet. Man konnte die Armut der Schwestern wahrnehmen. Wir bekamen eine Führung durch das gesamte Haus und sahen die Unterkünfte für Obdachlose und die Unterkünfte für das Winternotprogramm, dass hier in Hamburg  von sehr vielen genutzt wird. Auch bekamen wir die kleine Wohnung und die Kapelle zu sehen, die sehr behaglich wirkte. Nach dem Rundgang trafen wir uns dann bei Kaffee und Kuchen zu einem gemeinsamen Austausch über  Fragen zum Ordensleben und die aktuelle Situation der Missionarinnen der Nächstenliebe. Es ist sehr erstaunlich, was diese 4-5 Schwestern dort leisten an Arbeit, sodass meist nur eine kleine Zeit bleibt am Tag für das eigene Nachdenken oder Nachsinnen. Es wurde eine schöne und fruchtbare Begegnung. Aus dem Gedanken heraus, dass es viele Menschen gibt, die sich besonders nach der Liebe Gottes sehnen, betreuen diese Missionarinnen genau die Menschen, die diese Liebe besonders nötig haben. Auf diese Weise sind die Missionarinnen wirklich ein Segen für unser Erzbistum und wir wünschen ihnen weiterhin Gottes Segen für ihre Arbeit.

  
 Beim Kaffeetrinken und vor dem Haus der Schwestern


Die Kapelle der Missionarin der Nächstenliebe, Mutter Teresa mit ihrer Reliquien