HERRZLICH WILLKOMMEN

Wir sind eine kleine katholische Ordensgemeinschaft, die auf der Halbinsel südlich Hamburgs an diesem Ort der Stille und der Einkehr sich niedergelassen hat, zugehörig dem kontemplativen Teresianischen Reformorden.

Unsere neue Lebensform hier ist wie eine Antwort auf die Frage nach einem Weg der Karmel der Zukunft, wie wir die Herausforderungen der Zeichen der Zeit in Kirche und Welt und auf die religiösen und menschlichen Sehnsüchte der Menschen von heute reagieren sollen.

Unsere Gebetszeiten - Chorgebet und Inneres Beten sind offen für alle. Außerdem bieten wir den Suchenden die Möglichkeit für einen kurzen Aufenthalt in der Stille und Besinnung in dem Gästehaus und Gästewohnungen.

Mittwoch, 22. Mai 2019

Aktuelles

Gebetstag für die Kirche in China, 24. Mai
Liebe Hirten und alle Gläubige, der 24. Mai, der liturgische Gedenktag der Allerseligsten
Jungfrau Maria unter dem Titel Hilfe der Christen – die sich im Marienheiligtum von Sheshan in Shanghai so großer Verehrung erfreut –, könnte in Zukunft den Katholiken auf
der ganzen Welt Gelegenheit bieten, sich im Gebet mit der Kirche in China zu vereinen.
Ich möchte, dass dieses Datum für euch ein Tag des Gebets für die Kirche in China werde.
Aus dem Brief von Papst Benedikt XVI. an die katholische Kirche in China vom 27. Mai 2007

http://www.china-zentrum.de/fileadmin/downloads/religion-in-china/katholische-kirche/weltgebetstag/Die_katholische_Kirche_in_China_und_der_Weltgebetstag_am_24._Mai.pdf

Bildergebnis für faustina jesus


Seit dem Jubiläumsjahr 2000 wird der Oktavtag, 28. April in diesem Jahr  zugleich auch als "Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit" begangen. Papst Johannes Paul II. wollte die Barmherzigkeit als zentralen Aspekt der göttlichen Liebe zu den Menschen stärker bewusst machen. Durch die Barmherzigkeit darf der Mensch hoffen, dass Gott jedem Gläubigen, der dazu bereit ist, immer wieder einen Neuanfang schenkt.


Der Ordensrat im Erzbistum Hamburg lädt zu einem 24 Stunden-Gebet um geistliche Berufungen unter dem Titel „Werft die Netze aus“ ein: Samstag, 11. Mai, 18 Uhr bis Sonntag, 12. Mai 18 Uhr.

Bildergebnis für berufung jesus

Schwester M. Katharina, Vorsitzende des Ordensrates: „Wir sind davon überzeugt, dass Gott auch in unseren Tagen Menschen in seine Nachfolge ruft, sein Evangelium zu leben und zu verkünden, und dass es gerade auch heute erfüllend sein kann, sich in seinen Dienst zu stellen! Aus unserer eigenen Berufungsgeschichte wissen wir: Entscheidend für das Hören auf den Anruf Gottes ist dabei die Beziehung zu Jesus Christus.“

Es sollen sich möglichst viele Gemeinschaften, Gruppen, Gemeinden sowie Einzelpersonen und Familien an diesem 24 Stunden-Gebet beteiligen. Dazu wurde eine Doodle-Abfrage eingerichtet.: https://doodle.com/poll/y6fkdep23hgtfp79 
Jetzt mitmachen & eintragen! Und gerne weitersagen!







GEISTLICHE GEDANKEN :


Dein Lächeln, Mutter!

  Martin Gutl. 

Ich sehe dich vor mir.
Dein Gesicht, dein Lächeln.
Wann immer ich heimkam,
ein Lächeln.
Wann immer ich fortging,
ein Lächeln.
Es war nicht das gleiche Lächeln
beim Begrüßen,
und nicht das gleiche
beim Abschied.
Aber es war immer ein Lächeln.
Bildergebnis für gottesmutter augsburg
Dein Gesicht hat mir die Welt bedeutet.
Wie oft setzte ich in meinem Denken an
zu einer Frage.
Doch das Herz ließ diese Frage
nicht zu den Lippen kommen.
Ich schaute in dein Gesicht
und wußte:
Wozu da fragen?
Andere müssen Worte machen,
du konntest schauen.
Bis in deine letzten Stunden
hier auf dieser Erde
war dein Blick eine immerwährende,
gläubige Aussage,
ein Kommentar zur Weltgeschichte.

Dein Blick konnte richten und lieben in einem.
Er kam aus der Tiefe deines Wesens.
In deinen Augen, in deinem Gesicht
hab' ich den Widerschein
einer anderen Welt gesehen.

Dein Leben, dein Beten, dein Singen,
dein Schweigen, dein Weinen, dein Lächeln,
dein Mahnen, dein Lieben
zeigten mir, daß Gott lebt und liebt.
Er sah mich mit deinen Augen an.
Du hast mit deinem Blick
die Rätsel dieser Erde nicht erklärt.
Und doch!
Dein Blick sagte mir: "Sei getrost!
Es liegt alles in guten Händen.
Frag nicht, wie, frag nicht, warum!
Bete, singe, denke!
Gott lebt mit dir!"

Geborgen sein auch im Sterben

 Johannes Pausch / Gert Böhm, 

Ich war mit dem Zug von Salzburg nach Frankfurt unterwegs, um dort an einem Seminar teilzuneh-men. Unterwegs musste der »Intercity« wegen eines Schadens an einer Weiche, die sich nicht öffnete, sieben Minuten Verspätung in Kauf nehmen. Als ich in Frankfurt den Zug verließ, suchte ich mir einen Weg durch die große Bahnhofshalle. Viele Menschen hasteten vorüber, manche standen in Gruppen beieinander oder wollten sich in irgend-einem Geschäft etwas kaufen. Als ich - mit sieben Minuten Verspätung - eilig durch die Halle ging, wurde ich durch einen lauten Ruf auf ein paar Leu-te aufmerksam, die vor mir standen: Zwei Penner oder Obdachlose beugten sich über einen Dritten. Der eine rief immer wieder ganz laut: »Der stirbt, der stirbt.« Der Mann, um den es sich handelte, war unmittelbar vorher zusammengebrochen.

Ich ging auf die drei Männer zu. Mit meiner Er-fahrung in der Notfallversorgung sah ich, dass es hier wirklich um einen Sterbenden ging. Deshalb forderte ich den einen, der dabeistand, auf: »Schnell, holen Sie einen Arzt und einen Krankenwagen!« - und kniete mich neben dem sterbenden Mann nieder.

»Ich bin ein katholischer Priester«, sagte ich zu ihm. Der schaute mich mit offenen, Hilfe suchen-den Augen an. Dann rannen plötzlich Tränen über seine Wangen und er flüsterte: »Jeden Tag meines Lebens habe ich mir gewünscht, dass einmal, wenn ich sterbe, einer da ist, der mit mir betet.«
Auch mir liefen die Tränen herunter. In der rechten Hand hielt ich seinen Kopf und in der an-deren seine schweißnassen Hände. Dann begann ich, mit ihm zu beten: »Vater unser im Himmel ... Dein Wille geschehe ... Dein Reich komme.« Ich sah die flüsternden Lippen des Mannes und seine Tränen der Dankbarkeit - und während er leise flüsternd mit mir das Gebet sprach, verstarb er.

Fünf Minuten später waren ein Arzt und der Krankenwagen da, aber der Arzt konnte nur noch den Tod feststellen. Die Polizei wurde gerufen, ein Leichenwagen wurde bestellt. Ich selbst habe nur noch den Na-men des Verstorbenen erfahren - und habe ihn mir gemerkt, ebenso wie den Todestag, an dem ich jedes Jahr an diesen Mann denke. Er war ein Obdachloser, einer, der sein ganzes Leben lang auf Wanderschaft gewesen ist. Wahrscheinlich hat man ihn in einem Armengrab irgendwo beerdigt. Ich war sehr berührt von diesem Ereignis, von diesem Tod, von diesem Sterben - und von dem einen Satz des Mannes: »Jeden Tag meines Lebens habe ich mir gewünscht, dass einmal, wenn ich sterbe, einer da ist, der mit mir betet.«
Ich kam damals sieben Minuten zu spät in Frankfurt an, aber es war genau die richtige Zeit. Zufall? Ich glaube, dass es ein Geschenk Gottes ge-wesen ist, ein heiliges Handeln, ein Zeichen seiner Güte und Barmherzigkeit. Er hat das Gebet, den täglichen Wunsch des Mannes erhört. Als er hin-überging in die Ewigkeit, hatte er die Worte des Vertrauens auf seinen Lippen: »Vater unser im Himmel... «
Niemand hatte wohl gewusst, dass hier ein Mensch starb, der in einer Gottesbeziehung lebte. Vielleicht war diese Gottesbeziehung nur ein Wunsch, ein Gedanke. Aber sie war da - dieses Ur-vertrauen hat den Menschen ein Leben lang getragen.

Viele sterben einsam und verzweifelt, darunter auch Menschen, die täglich gebetet haben. Für mich aber war der tägliche Wunsch des Obdachlosen in Frankfurt ein Ausdruck seiner Gebetsbeziehung gewesen. Sein Leben, seine Sehnsucht, sein Wunsch haben sich in der letzten Stunde erfüllt.

Diese Erfahrung gibt mir Vertrauen, ohne Un-terlass zu beten.







Samstag, 25. November 2017

Freitag, 4. Dezember 2015

Montag, 7. September 2015

Besuch des Erzbischofs Stefan Heße in der Karmelzelle










15. August: Besuch von Erzbischof Stephan Heße bei uns.

Unser Erzbischof Stephan hat uns besucht – zum Kennenlernen. Bei seiner Ansprache während der Heiligen Messe am Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel konnten wir unseren Erzbischof „von innen“ kennenlernen. Er sprach von Maria als einem Menschen in Harmonie, in Einklang mit sich, mit Gott und den Menschen, selbst ein ganzer Mensch, in der von Gott ursprünglichen Geschaffenheit des ganzen Menschen. Marianisch ist ein geistlicher Mensch, wenn er der Ganzheit näher kommt, indem er die Wirklichkeit aus der Gnade lebt.
Beim Abschied nach einem kargen Mittagessen meinte der Erzbischof, dass er nun auch uns kennengelernt habe. Es wäre schön, wenn auch als marianisch.



Dienstag, 9. Juni 2015

Besuch bei den Missionarinnen der Nächstenliebe


Die Schwestern der Missionarinnen der Nächstenliebe feierten am 1. Juni dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Die Schwestern der Mutter Teresa von Kalkutta hatten uns schon des Öfteren in ihrer kargen Freizeit in der Karmelzelle besucht und mit uns gemeinsam gebetet. So war es dieses Jahr Anlass genug, diese Schwestern einmal zu besuchen. Freudig wurden wir begrüßt und sehr warmherzig empfangen. Alles war sehr einfach und mit einfachsten Mitteln eingerichtet. Man konnte die Armut der Schwestern wahrnehmen. Wir bekamen eine Führung durch das gesamte Haus und sahen die Unterkünfte für Obdachlose und die Unterkünfte für das Winternotprogramm, dass hier in Hamburg  von sehr vielen genutzt wird. Auch bekamen wir die kleine Wohnung und die Kapelle zu sehen, die sehr behaglich wirkte. Nach dem Rundgang trafen wir uns dann bei Kaffee und Kuchen zu einem gemeinsamen Austausch über  Fragen zum Ordensleben und die aktuelle Situation der Missionarinnen der Nächstenliebe. Es ist sehr erstaunlich, was diese 4-5 Schwestern dort leisten an Arbeit, sodass meist nur eine kleine Zeit bleibt am Tag für das eigene Nachdenken oder Nachsinnen. Es wurde eine schöne und fruchtbare Begegnung. Aus dem Gedanken heraus, dass es viele Menschen gibt, die sich besonders nach der Liebe Gottes sehnen, betreuen diese Missionarinnen genau die Menschen, die diese Liebe besonders nötig haben. Auf diese Weise sind die Missionarinnen wirklich ein Segen für unser Erzbistum und wir wünschen ihnen weiterhin Gottes Segen für ihre Arbeit.

  
 Beim Kaffeetrinken und vor dem Haus der Schwestern


Die Kapelle der Missionarin der Nächstenliebe, Mutter Teresa mit ihrer Reliquien